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Probleme mit Abwasserleitungen treten häufig schleichend auf. Anfangs fließt das Wasser nur etwas langsamer ab, später häufen sich Verstopfungen oder unangenehme Gerüche. Viele Hausbesitzer fragen sich dann, ob eine einfache Rohrreinigung ausreicht oder bereits eine Rohrsanierung notwendig ist. Tatsächlich verfolgen beide Maßnahmen unterschiedliche Ziele. Während die Rohrreinigung Ablagerungen und Verstopfungen beseitigt, dient die Rohrsanierung der dauerhaften Reparatur beschädigter Leitungen.

Was versteht man unter einer Rohrreinigung?

Bei einer Rohrreinigung werden Ablagerungen und Verstopfungen innerhalb der Abwasserleitung entfernt. Ursachen sind häufig Fett, Haare, Kalk, Seifenreste oder eingespülte Fremdkörper. Mit modernen Verfahren wie der Hochdruckspülung oder mechanischen Spiralen werden die Leitungen gründlich gereinigt und der ursprüngliche Rohrquerschnitt wiederhergestellt.

Eine professionelle Rohrreinigung sorgt dafür, dass das Abwasser wieder ungehindert abfließen kann. Gleichzeitig lassen sich dadurch Folgeschäden wie Rückstau oder Wasserschäden häufig verhindern.

Wann ist eine Rohrsanierung erforderlich?

Eine Rohrsanierung wird notwendig, wenn die Leitung selbst beschädigt ist. Dazu zählen beispielsweise Risse, undichte Rohrverbindungen, Korrosion oder Wurzeleinwuchs. In diesen Fällen reicht eine Reinigung allein nicht mehr aus, da die eigentliche Schadensursache bestehen bleibt.

Moderne Sanierungsverfahren ermöglichen es heute häufig, beschädigte Rohre von innen zu reparieren. Dadurch können aufwendige Erdarbeiten oder das Aufstemmen von Böden in vielen Fällen vermieden werden.

Woran erkennt man den Unterschied?

Treten Verstopfungen nur gelegentlich auf und lassen sich durch eine Reinigung dauerhaft beseitigen, ist die Leitung meist noch intakt. Kommen die Probleme jedoch in kurzen Abständen immer wieder, kann dies auf einen Rohrschaden hindeuten.

Auch langsam ablaufendes Wasser, gluckernde Geräusche, unangenehme Gerüche oder Feuchtigkeitsschäden können Hinweise darauf sein, dass nicht nur Ablagerungen, sondern bereits Schäden am Rohrsystem vorliegen.

Wie wird entschieden, welche Maßnahme notwendig ist?

Ob eine Rohrreinigung oder eine Rohrsanierung erforderlich ist, lässt sich zuverlässig durch eine Kanal-TV-Untersuchung feststellen. Dabei wird eine Spezialkamera durch die Leitungen geführt und zeigt den Zustand der Rohre in Echtzeit.

Die Kamerainspektion macht Ablagerungen, Risse, Rohrbrüche, Wurzeleinwuchs oder undichte Verbindungen sichtbar. Auf dieser Grundlage kann entschieden werden, ob eine Reinigung ausreichend ist oder eine Sanierung notwendig wird.

Kann eine Rohrreinigung eine Sanierung verhindern?

In vielen Fällen ja. Regelmäßige Rohrreinigungen entfernen Ablagerungen frühzeitig und reduzieren die Belastung des Rohrsystems. Dadurch sinkt das Risiko für Verstopfungen und Folgeschäden erheblich.

Sind jedoch bereits Schäden an den Leitungen entstanden, kann eine Reinigung diese nicht beheben. Eine beschädigte Leitung sollte deshalb zeitnah saniert werden, um größere Schäden und höhere Reparaturkosten zu vermeiden.

Kanalheld21 Fazit

Rohrreinigung und Rohrsanierung werden häufig miteinander verwechselt, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Die Rohrreinigung beseitigt Verstopfungen und Ablagerungen, während die Rohrsanierung beschädigte Leitungen dauerhaft instand setzt. Eine professionelle Kamerainspektion liefert Klarheit über den Zustand des Rohrsystems und bildet die Grundlage für die richtige Entscheidung. Wer frühzeitig handelt, kann größere Schäden vermeiden und die Lebensdauer seiner Abwasserleitungen deutlich verlängern.

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